Zusatzbeitrag 2017

Bei einem Teil der ISO 3166-2:DEdeutschlandweit wählbaren Krankenkassen wird der Beitragssatz zum 1. Januar 2017 steigen. Derzeit beträgt der Gesamtbeitrag (allgemeiner Beitragssatz + Zusatzbeitrag) zur gesetzlichen Krankenversicherung im Durchschnitt 15,7 Prozent. Auch 2017 wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 15,7 Prozent liegen. Dies geht aus der Prognose des Schätzerkreises beim Bundesversicherungsamt hervor.

Zusatzbeitrag 2017 – Deutliche Unterschiede zwischen den gesetzlichen Krankenkassen

Aktuell liegen 1,8 Prozent zwischen der günstigsten und der teuersten gesetzlichen Krankenkasse. Der Beitragsunterschied beträgt dabei bis zu 864,- Euro pro Jahr. In 2017 wird die Spanne beim Zusatzbeitrag zwischen den bundesweit geöffneten Kassen voraussichtlich bis zu zwei Prozent betragen. Weil Sie als Versicherte ganz allein diesen Beitrag von Ihrem Bruttoeinkommen abführen müssen, bedeutet jeder eingesparte Euro beim Zusatzbeitrag eine Erhöhung ihres Nettoeinkommens.

KrankenkasseZusatzbeitrag
2016
allgem. Beitragssatz
2016
Zusatzbeitrag
2017
allgem. Beitragssatz
2017
Informationen
actimonda krankenkasse1,0015,6Zusatzbeitragssatz bleibt unverändert bei 1,0%, die Genehmigung durch das Bundesversicherungsamt steht noch aus.Infos anfordern
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AOK Baden-Württemberg1,0015,6Die Entscheidung, wie hoch der Beitragssatz der AOK Baden-Württemberg ab 2017 sein wird, trifft der Verwaltungsrat Mitte Dezember.Infos anfordern
AOK Bayern1,1015,7Infos anfordern
AOK Bremen/Bremerhaven1,1015,7Der Verwaltungsrat entscheidet am 20.12.2016 über die Höhe des Zusatzbeitrages 2017.
AOK Hessen1,1015,7Die AOK Hessen wird voraussichtlich ihren Zusatzbeitragssatz in Höhe von 1,1 Prozent stabil halten. Die finale Entscheidung darüber trifft allerdings der Verwaltungsrat, der im Dezember tagen wird.Infos anfordern
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AOK Niedersachsen0,8015,4Der Verwaltungsrat der AOK Niedersachsen wird Mitte Dezember den Zusatzbeitrag für 2017 festlegen.
AOK Nordost0,9015,5Die Verwaltungsratssitzung der AOK Nordost findet am 20.12.2016 statt.Infos anfordern
AOK NORDWEST1,1015,7
AOK PLUS0,3014,9Der Verwaltungsrat entscheidet am 20.12.2016 über die Höhe des Zusatzbeitrages 2017.Infos anfordern
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AOK Rheinland-Pfalz/Saarland1,1015,7Die Verwaltungsratssitzung findet am 16. Dezember 2016 statt.Infos anfordern
AOK Rheinland/Hamburg1,4016,0Die Verwaltungsratssitzung findet am 20.12.2016 statt. Erst an diesem Tag steht der Zusatzbeitrag für 2017 fest.Infos anfordern
AOK Sachsen-Anhalt0,3014,90,3014,9Infos anfordern
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atlas BKK ahlmann1,2015,8Voraussichtlich unverändert bei 1,2%. Voraussichtlich tagt der Verwaltungsrat am 9. Dezember 2016.Infos anfordern
Audi BKK0,7015,3Vorbehaltlich der Zustimmung des Verwaltungsrates und der Aufsichtsbehörde, bleibt der Zusatzbeitrag 2017 unverändert bei 0,7 Prozent. Am 09.12.16 findet die Verwaltugsratssitzung statt.Infos anfordern
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BAHN-BKK1,4016,0
BARMER GEK1,1015,7Der Zusatzbeitrag bleibt stabil bei 1,10%. Die Verwaltungsräte werden dies final am 21. Dezember 2016 beschließen.Infos anfordern
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BERGISCHE Krankenkasse1,0015,6Infos anfordern
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Bertelsmann BKK1,0515,65Verwaltungsrat tagt am 07.12.2016
BIG direkt gesund1,0015,6Der Zusatzbeitrag der BIG bleibt im Jahr 2017 bei 1,0 Prozent (vorbehaltlich der Zustimmung des Verwaltungsrates am 14.12.)Infos anfordern
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BKK Achenbach Buschhütten1,1015,7Infos anfordern
BKK advita1,1015,7Im Jahr 2017 geht die BKK advita von einem stabilen Beitragssatz aus. Dies steht noch unter dem Vorbehalt des Beschlusses durch den Verwaltungsrat und der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde.Infos anfordern
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BKK Akzo Nobel Bayern0,6015,2Für 2017 ist keine Erhöhung des Zusatzbeitrages geplant. VR-Sitzung ist voraussichtlich am 14.12.16.Infos anfordern
BKK Braun-Gillette1,9016,5Fusion mit der pronova BKK zum 01.01.2017
BKK Diakonie1,1015,7Vorbehaltlich der Zustimmung des Verwaltungsrates am 8. Dezember bleibt der Beitragssatz 2017 stabil.Infos anfordern
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BKK DürkoppAdler1,0015,6Eine Änderung des Zusatzbeitrages für 2017 ist nicht geplant.Infos anfordern
BKK EUREGIO0,7015,3Die BKK EUREGIO plant den Zusatzbeitragssatz bei 0,7 Prozent zu belassen. Dies steht noch unter dem Vorbehalt des Beschlusses durch den Verwaltungsrat und der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde.
BKK exklusiv1,0915,69Der Zusatzbeitrag bleibt 2017 unverändert bei 1,09%.Infos anfordern
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BKK Faber-Castell & Partner0,5015,1Eine Aussage zum Beitragssatz 2017 wird Mitte Dezember möglich sein, nachdem die Sitzung des Verwaltungsrates stattgefunden hat.Infos anfordern
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BKK firmus0,6015,2Die Verwaltungsratssitzung, in der die genaue Höhe des Zusatzbeitrages für das Jahr 2017 festgelegt wird, findet in der 51. KW statt.Infos anfordern
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BKK Freudenberg0,7015,3Der Verwaltungsrat der BKK Freudenberg tagt am 16.12.2016.Infos anfordern
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BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER1,2015,8Ob und wie eine Beitragsanpassung infrage kommt, kann die BKK frühestens Mitte Dezember mitteilen.Infos anfordern
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BKK HENSCHEL Plus1,2015,8Infos anfordern
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BKK Herkules1,1015,7Es kann frühestens nach der Verwaltungsratssitzung (Mitte Dezember) eine Aussage getroffen werden.Infos anfordern
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BKK HMR1,0015,6Zum jetzigen Zeitpunkt kann die BKK HMR noch keine Prognose zum Zusatzbeitrag 2017 abgeben.Infos anfordern
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BKK Linde1,1015,7Über die Höhe des Zusatzbeitrages 2017 wird erst Anfang Dezember entschieden.Infos anfordern
BKK Melitta Plus1,0015,6Infos anfordern
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BKK MEM0,3014,9
BKK Mobil Oil1,1015,7Infos anfordern
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BKK PFAFF0,4015,0Am 6.12.2016 findet die Verwaltungsratssitzung statt.
BKK Pfalz1,4016Vor dem 20. Dezember kann keine Aussage getroffen werden.Infos anfordern
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BKK ProVita0,9015,5Eine endgültige Entscheidung über den Zusatzbeitrag 2017 wird in der Verwaltungsratssitzung am 14.12.2016 fallen.Infos anfordern
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BKK Public0,9015,5
BKK Scheufelen0,4015,0Entscheidung fällt voraussichtlich in einer der ersten beiden DezemberwochenInfos anfordern
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BKK Schwarzwald-Baar-Heuberg0,5015,1
BKK Technoform0,7015,3Aussagen zum Zusatzbeitrag 2017 können noch nicht getroffen werden. Der Verwaltungsrat tagt am 12.12.2016.Infos anfordern
BKK Textilgruppe Hof0,9015,5Die nächste VR-Sitzung findet am 5.12.16 statt.
BKK VBU0,9015,5Der Zusatzbeitrag der BKK VBU wird 2017 unverändert bei 0,9 Prozent liegen (allgemeiner Beitragssatz und Zusatzbeitrag zusammen 15,5 Prozent).Infos anfordern
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BKK VDN0,9015,5Verwaltungsratssitzung voraussichtlich am 05.12.2016Infos anfordern
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BKK VerbundPlus0,8015,4Der Verwaltungsrat entscheidet am 12. Dezember über den kassenindividuellen Zusatzbeitrag 2017Infos anfordern
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BKK Vital1,3015,9Ziel ist auch 2017 einen stabilen, unveränderten Beitragssatz anbieten zu können.Infos anfordern
BKK WERRA-MEISSNER1,1015,7Infos anfordern
BKK Wirtschaft & Finanzen1,1015,7Eine Änderung des Zusatzbeitrags in Höhe von derzeit 1,1 Prozent ist nicht geplant. Die nächste Sitzung des Verwaltungsrates findet am 8.12. statt.Infos anfordern
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BKK ZF & Partner0,7015,3Verwaltungsrats tagt am 09.12.2016Infos anfordern
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BKK241,1015,7Infos anfordern
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BOSCH BKK0,9015,5Verwaltungsratssitzung am 08.12.2016Infos anfordern
Brandenburgische BKK1,3015,9Ber Beitragssatz soll stabil bleiben. Verwaltungsrat tagt am 14.12.2016.Infos anfordern
Continentale Betriebskrankenkasse1,1015,7
DAK-Gesundheit1,5016,1Die DAK geht von einem stabilen Zusatzbeitrag in 2017 aus. Die Entscheidung, über die genau Höhe des Zusatzbeitrages 2017 fällt der Verwaltungsrat am 21.12.16.Infos anfordern
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Debeka BKK0,9015,5Entscheidung bzgl. Zusatzbeitrag 2017 wird im Dez. 2016 getroffen.
Deutsche BKK1,1015,7Fusion mit der Barmer zum 01.01.2017
Die Schwenninger Krankenkasse1,1015,7Infos anfordern
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energie-BKK1,1015,7Infos anfordern
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Heimat Krankenkasse1,1015,7Infos anfordern
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HEK-Hanseatische Krankenkasse1,0015,6Der Zusatzbeitrag bei der HEK bleibt 2017 unverändert bei 1,0 v.H. Verwaltungsrat tagt am 15.12.2016.Infos anfordern
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hkk Krankenkasse0,5915,19In 2017 soll der Unterschied von 0,51% im Vergleich zum Kassendurchschnitt mindestens erhalten bleiben. Der Verwaltungsrat tagt am 15.12.2016.Infos anfordern
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IKK Brandenburg und Berlin0,6015,2Die IKK BB plant, den Zusatzbeitrag von 0,6 % stabil zu halten. Über den Zusatzbeitrag 2017 wird der Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 14.12.2016 entscheiden.Infos anfordern
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IKK classic1,4016,0Der Verwaltungsrat der IKK classic tagt zum 15.12.2016.Infos anfordern
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IKK gesund plus0,6015,2Die IKK gesund plus plant 2017 mit einem stabilen Zusatzbeitrag von 0,6 Prozent. Eine endgültige Entscheidung darüber trifft der Verwaltungsrat am 14.12.2016.Infos anfordern
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IKK Nord1,3015,9Die IKK Nord wird vorbehaltlich durch den Verwaltungsratsbeschlusses am 15.12.2016 sowie der Nichtbeanstandung durch das Bundesversicherungsamt den Zusatzbeitragssatz auch 2017 konstant bei 1,3% halten.Infos anfordern
Antrag (PDF))
IKK Südwest1,2015,8Keine Erhöhung geplant, die Verwaltungsratssitzung ist am 15.12.2016.Infos anfordern
Antrag (PDF)
KKH Kaufmännische Krankenkasse1,2015,8Infos anfordern
Knappschaft1,3015,9Nach der derzeitigen Finanzplanung geht die Knappschaft von einem unveränderten Zusatzbeitrag von 1,3% im Jahr 2017 aus.Infos anfordern
Antrag (PDF)
Metzinger BKK0,0014,6Verwaltungsrat tagt am 13.12.2016. Der Zusatzbeitrag 2017 wird bei der Metzinger BKK voraussichtlich bei 0,3% liegen.
mhplus BKK1,1015,7Keine Änderung geplant; stabiler Zusatzbeitrag: 1,1 %. Verwaltungsratssitzung am 16.12.2016.Infos anfordern
Antrag (PDF)
Novitas BKK1,3515,95Über die Höhe des Zusatzbeitrages entscheidet der Verwaltungsrat am 15. Dezember.Infos anfordern
Antrag (PDF)
pronova BKK1,2015,8Infos anfordern
Antrag (PDF)
R u V Betriebskrankenkasse1,0015,6Verwaltungsrat tagt Anfang Dezember 2016Infos anfordern
Antrag (PDF)
Salus BKK0,7015,3Der Verwaltungsrat tagt am 08.und 09.12.16. Vorher können keine Aussagen bezüglich des Zusatzbeitrages getroffen werden.Infos anfordern
Antrag (PDF)
SBK1,3015,9Der Beitragssatz 2017 wird voraussichtlich konstant bleiben - vorbehaltlich der Entscheidung der Verwaltungsratssitzung am 09.12.16Infos anfordern
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SECURVITA Krankenkasse1,4016,0Der Verwaltungsrat tagt am 22.12.Infos anfordern
Antrag (PDF)
SIEMAG BKK1,0015,6Die Verwaltungsrat - Sitzung zur Festlegung des Zusatzbeitrages 2017 findet am 16.12.2016 statt.
SKD BKK0,7015,3Der kassenindividuelle Zusatzbeitrag von 0,7 % wird auch im Jahr 2017 unverändert bleiben. Formhalber mussen jedoch auf die Verwaltungsratssitzung im Dezember verwiesen werden.Infos anfordern
Antrag (PDF)
TBK0,8015,4Ziel ist es, den Beitragssatz in 2017 stabil zu halten. Verwaltungsrat tagt am 12./13.12.2016.Infos anfordern
Antrag (PDF)
Techniker Krankenkasse1,0015,6TK will den Zusatzbeitrag für 2017 stabil halten. In der Verwaltungsratssitzung am 21.12.2016 wird endgültig darüber entschieden.Infos anfordern
Antrag (PDF)
TUI BKK0,9015,5
Vereinigte BKK1,2015,8Fusion mit der BKK VBU zum 01.01.2017
VIACTIV Krankenkasse1,7016,3Die Verwaltungsratssitzung findet am 13. Dezember 2016 statt.Infos anfordern
Antrag (PDF)
WMF BKK1,1015,7Die WMf BKK plant weiterhin mit 1,1 Prozent, der Verwaltungsrat tagt diesbezüglich am 8.12.Infos anfordern
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Zusatzbeitrag – Variabler Baustein der Krankenkassen-Finanzierung

Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen keine Therapie und keine Behandlung aus dem geltenden GKV-Leistungskatalog ablehnen. Sie dürfen kein Mitglied wegen Beitragsschulden aus den Versicherungsleistungen ausschließen und können keine Anträge auf Mitgliedschaft bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen ablehnen. Gleichzeitig steigen die Kosten für ambulante Medizin, Krankenhausbehandlungen, Medikamente und Heilmittel, Arzthonorare, Innovationsfonds oder die notwendige Selbstverwaltung der Krankenkasse selbst. Zudem wurden in 2016 fünf Gesetze (Krankenhausstrukturgesetz, GKV-Versorgungsstärkungsgesetz, Präventionsgesetz, Hospiz- und Palliativgesetz, E-Health-Gesetz) beschlossen, die eine zusätzliche Belastung der Krankenkassen darstellen. Aus diesen Gründen sind viele Kassen nicht in der Lage, mit den zugewiesenen Beitragsgeldern und zusätzlichen Steuermitteln auszukommen. Experten zufolge liegen die Mehrausgaben der Krankenkassen in der aktuellen Legislaturperiode bei rund 40 Milliarden Euro.

Festlegung des Zusatzbeitrags

Mit Beginn des Monats Dezember werden die Verwaltungsräte der Krankenkassen die Zusatzbeiträge für 2017 festlegen und nach Prüfung durch das Bundesversicherungsamt veröffentlichen. Ist die Jahresbilanz einer Krankenkasse negativ, muss der Verwaltungsrat die Einführung oder die Anhebung eines Zusatzbeitrages, das Aufbrauchen der Finanzreserven, mögliche Einsparungen oder eine Mischung dieser Optionen beschließen. Die meisten Verwaltungsratssitzungen finden im Dezember statt. Versicherte sollten sich jedoch schon vor Bekanntgabe der Zusatzbeiträge 2017 informieren und die Entwicklung des Zusatzbeitrages im Auge behalten.

Informationspflicht der Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen unterliegen der Pflicht, jedes Mitglied vor der ersten Erhebung und vor jeder Erhöhung des Zusatzbeitrags in einem Brief auf drei Punkte hinzuweisen:

  • das Sonderkündigungsrecht
  • die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes und
  • die Übersicht des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen über die individuellen Zusatzbeiträge aller Krankenkassen

Krankenkassen, deren individueller Zusatzbeitragssatz den durchschnittlichen Zusatzbeitragsatz (2017: 1,1 Prozent) übersteigt, müssen in dem Schreiben ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Mitglied in eine günstigere Krankenkasse wechseln kann.

Voraussichtliche Kostenentwicklung

Für das Jahr 2017 hatte der GKV-Spitzenverband ursprünglich einen Anstieg der Zusatzbeiträge um bis zu 0,3 Prozentpunkte prognostiziert. Nach einem Eingreifen der Politik wurde diese korrigiert. Der durchschnittliche zusätzliche Beitrag werde nun zunächst bei 1,1 Prozent bleiben und voraussichtlich 2018 stark ansteigen. Diese weiteren Steigerungen nach 2017 hatte auch  die GKV-Vorsitzende Doris Pfeiffer in Aussicht gestellt. Gegen Ende des Jahrzehnts könne der Durchschnittssatz dann bereits bei 1,8 Prozent liegen. Zur Begründung verwies Peiffer zum einen auf die ungleichmäßige Entwicklung bei den Ausgaben im Vergleich zu den Einnahmen der Kassen und zum anderen würden die von den Jobcentern übernommenen Kassenbeiträge bei ALG II mit 90 Euro nicht ausreichen, um die entstehenden Kosten zu decken. Damit die derzeitige Lücke von mehr als zwei Milliarden Euro ausgeglichen werden könnte, müssten die Kassen monatlich 136 Euro für jeden Bezieher von den Jobcentern erhalten. Zudem forderte sie eine noch dringendere Anhebung dieser Sätze, wenn demnächst mehr Flüchtlinge anerkannt würden, zunächst arbeitslos würden und somit ebenfalls auf ALG II angewiesen wären.

Die Bundesregierung hat für 2017 eine Sonderzahlung von 1,5 Milliarden Euro für den Gesundheitsfonds beschlossen, um höhere Zusatzbeiträge der Krankenkassen im Wahljahr zu vermeiden. Damit will man vor allem die Versorgung der Flüchtlinge garantieren und den Aufbau einer telemedizinischen Infrastruktur finanzieren. Der Gesundheitsfonds verfügt aktuell über Reserven von etwa 10 Milliarden Euro.

Die 118 gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erwirtschafteten laut Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.)“ bis Ende Juni einen Überschuss von 600 Millionen Euro. Zum gleichen Zeitpunkt des letzten Jahres verbuchten die Kassen noch ein Minus von rund 491 Millionen Euro.

Die Überschüsse stehen in Diskrepanz zur prognostizierten Erhöhung der Zusatzbeiträge für 2017. Kassenvertreter gaben jedoch bereits zu bedenken, dass das Ergebnis des ersten Halbjahres nicht aussagekräftig für die Kostenentwicklung des ganzen Jahres sei.

Beitragsgarantie der Krankenkassen

Gesetzliche Krankenkassen sind einerseits Körperschaften des öffentlichen Rechts, andererseits müssen sie wie Wirtschaftsunternehmen geführt und behandelt werden. Unter den Krankenkassen herrscht ein harter Wettbewerb. Mit Beitragsgarantien und Rabattaktionen versuchen sie neue Kunden zu gewinnen und bestehende zu halten. Mit der gesetzlichen Absenkung des allgemeinen Beitragssatzes Anfang 2015 auf 14,6 Prozent und der Einführung des kassenindividuellen Zusatzbeitrags ist ein harter Kundenkampf entstanden, der sich nun vor allem auf die Höhe des Zusatzbeitrags konzentriert. Einige Krankenkassen werben seither mit Beitragsgarantien, erhöhen ihren Beitragssatz entgegen der Werbeaussage aus wirtschaftlichen Gründen aber später doch. Werbeaussagen, die den aktuellen Beitragssatz garantieren, sollten daher von Versicherten mit Vorsicht betrachtet werden.

Krankenkassenfusionen 2017

Die finanzielle Situation und der medizinische Fortschritt erfordern von kleineren Krankenkassen nicht selten den Zusammenschluss mit einer größeren Krankenkasse, um eine Teuerung und Verschlechterung der Leistungen für ihre Versicherten zu verhindern – zumal es in der Vergangenheit bereits zwei Insolvenzen gegeben hat (City BKK und BKK für Heilberufe).

Zum 1. Januar 2017 stehen die Fusionen der:

  • BKK Braun Gillet + pronova BKK zur pronova BKK,
  • BKK VBU + Vereinigte BKK zur BKK VBU,
  • energie-BKK + E.ON BKK zur energie-BKK,
  • BARMER GEK + Deutsche BKK zur BARMER

bereits fest.