Krankenkassenwechsel

Mit einem Krankenkassenwechsel können Sie für sich und Ihre Familienangehörigen das Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Gesundheitsversorgung optimieren. Der Zusatzbeitrag spielt dabei eine große Rolle, sollte aber nicht das einzige Kriterium sein. Für einen Wechsel der Krankenkasse sind Fristen und andere gesetzliche Regelungen zu beachten.

Krankenkassenwechsel
Krankenkassenwechsel, wie geht man vor?

Informieren, dann handeln

Vor einem eventuellen Wechsel gilt es, die bestehenden Alternativen in Erfahrung zu bringen. Wie gut und wie günstig Ihre Kasse wirklich ist, erfahren Sie durch einen Krankenkassenvergleich. Achten Sie beim Testanbieter auf Unabhängigkeit und überprüfen Sie die Aktualität der Vergleichsdaten. Stellen Sie sicher, dass Ihre neue Kasse auch für Ihr Bundesland, in welchem Sie leben oder arbeiten, zugelassen ist. Erst wenn Sie sich sicher sind, dass und wohin Sie wechseln wollen, sollten Sie den nächsten Schritt angehen.

Vor jedem Krankenkassenwechsel: Kündigen!

Wenn Sie eine neue Krankenkasse wollen, müssen Sie ihre bestehende Mitgliedschaft kündigen. Sind Sie bereits 18 Monate Mitglied in Ihrer jetzigen Kasse, ist außer der regulären Kündigungsfrist ( 2 Monate, gerechnet ab letztem Tag des lfd. Monats ) keine weitere Frist zu beachten. Neben Ihrem Namen, Ihrer Anschrift und dem Geburtsdatum sind ihre Versichertennummer, die korrekte Anschrift der Krankenkasse und das gewünschte Datum ( Kündigung zum …) anzugeben. Das Datum des gewünschten Versicherungsbeginns sollte dem letzten Tag der Kündigungsfrist entsprechen. Eine Unterschrift und das Datum des Schreibens dürfen ebenfalls nicht fehlen. Verwenden können Sie auch ein Musterkündigungsschreiben (PDF) oder eine Online-Kündigung.

Sonderkündigungsrecht bei Erhöhung

Wird ein Zusatzbeitrag erstmalig erhoben oder der zu zahlende Betrag erhöht, besteht für die Versicherten ein Sonderkündigungsrecht. Theoretisch kann sich der Zusatzbeitrag jeden Monat verändern, wenn die Krankenkasse dies in ihrer Satzung so beschließt.

Jede Krankenkasse muss einen solchen Schritt spätestens bis zum letzten Tag des Vormonats vor dem Inkrafttreten ankündigen und auch auf das Sonderkündigungsrecht hinweisen. Dieses gilt dann den gesamten Monat über, in dem die Veränderung wirksam wird. Die Mitgliedschaft in der neuen Krankenkasse kann nach Ablauf der Kündigungsfrist von zwei Monaten (gerechnet ab Beginn Folgemonat) beginnen. Bis zum Beginn der Mitgliedschaft in der neuen Kasse ist der Zusatzbeitrag in voller Höhe bei der alten Krankenkasse zu entrichten.

Wer bereits 18 Monate in seiner jetzigen Krankenkasse versichert ist, kann jederzeit einen Krankenkassenwechsel vornehmen. In diesem Fall ist dann einfach regulär zu kündigen (z.B. Kündigung im Februar 2017 zum 30.04.2017).

Antrag auf Mitgliedschaft

Nach zwei Wochen sollten Sie von Ihrer alten Krankenkasse eine offizielle Kündigungsbestätigung erhalten haben. Diese erkennen Sie daran, dass im Betreff folgende Formulierung enthalten ist: Kündigungsbestätigung nach § 175 Abs. 4 SGB V. In der Zwischenzeit haben Sie vielleicht schon den Mitgliedsantrag für Ihre neue Wunsch-Krankenkasse ausgefüllt. Auch dort sind alle relevanten persönlichen Daten und zusätzlich dazu auch die Adresse des Arbeitgebers, der Name der bisherigen Kasse sowie alle mitzuversichernden Angehörigen anzugeben. Beide Dokumente sollten am besten zusammen bei der neuen Kasse eingereicht werden. Dies kann per Post, Fax oder als Scan per E-Mail geschehen.